Wenn Bewegung zu Musik wird: Lions Club Bern-Grauholz schenkt Lebensfreude
Von der feierlichen Übergabe in den Pflegealltag
Es war ein bewegender Moment, als der Lions Club Bern-Grauholz am 1. Juni 2026 in der Blindenschule Zollikofen zusammenkam: Im Rahmen einer feierlichen Vorführung wurde der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind (Stiftung Cerebral) offiziell ein sogenannter Motion Composer übergeben. Die Anwesenden konnten hautnah miterleben, welche faszinierende Wirkung diese Technologie entfaltet. Inzwischen hat das Hightech-Gerät seinen Bestimmungsort erreicht und ist im Seelandheim Worben eingetroffen, wo es nun im täglichen Betreuungs- und Therapiealltag wertvolle Dienste leistet.
Was ist der Motion Composer?
Der Motion Composer ist weit mehr als ein technisches Hilfsmittel – er ist ein Tor zu einer neuen Sinneswelt. Das System nutzt modernste 3D-Kameratechnologie, um jede noch so feine Bewegung im Raum zu erfassen. Ob das bewusste Heben eines Arms, das sanfte Neigen des Kopfes oder ein leichtes Zucken der Finger: Die hochsensible Software übersetzt diese physischen Impulse in Echtzeit in Musik, Klänge oder Geräusche.
Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet dies eine tiefgreifende Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Sie erleben unmittelbar: «Ich bewege mich, also verändere ich meine Umwelt.» Das Gerät bietet verschiedene Musikumgebungen – von klassischem Orchester über jazzige Rhythmen bis hin zu Naturgeräuschen –, die spielerisch die Motorik anregen, die Konzentration fördern und emotionale Blockaden lösen.
Warum diese Spende so viel bewirkt
Spitzen-Therapiegeräte wie der Motion Composer sind im regulären Budget von Pflege- und Betreuungsinstitutionen oft schwer unterzubringen. Erst durch das gezielte, soziale Engagement von Service-Clubs werden solche Meilensteine in der Betreuung überhaupt erst möglich.
Mit dieser Spende leistet der Lions Club Bern-Grauholz einen nachhaltigen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität. Der Motion Composer schliesst im Seelandheim Worben eine Lücke zwischen therapeutischer Notwendigkeit und purer Lebensfreude. Er motiviert zu Bewegung, wo herkömmliche Physiotherapie oft an Grenzen stösst, und schenkt den Bewohnerinnen und Bewohnern Momente des Stolzes, der Entspannung und des gemeinsamen Erlebens.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten, die dieses wunderbare Projekt mit viel Herzblut von Zollikofen bis nach Worben getragen und Realität haben werden lassen.